Zu ihrem Heimspiel musste die 5. Mannschaft auf 2 Stammspieler verzichten, weder Andreas noch Christoph konnten mitspielen. Als ihre Gegner, Mettenheim III, die Halle betraten, erhellten sich ihre Gesichter, sahen sie doch 2 “Extremspieler”: den Jüngsten und den Ältesten – Tobias Gillhuber und Hermann Kronburger – und damit meinten sie, leichtes Spiel zu haben.
Im Doppel mit Ulli eine “Weltmacht” blockte zur Verblüffung seiner Gegner Hermann alle Schmettbälle und was der Ulli zu hoch kam, wurde sofort in der gegnerischen Hälfte versenkt. Nach 3 Sätzen war der erste Punkt für Polling gesichert.
Hatten Tobias und Heinz im ersten Satz noch gröβere Schwierigkeiten, sie verloren mit 5:11, so kamen sie immer besser ins Spiel und konnten den 2. Satz knapp, den dritten ganz deutlich ( 11:2 ) gewinnen. Den vierten und entscheidenden konnten sie in der Verlängerung mit 14:12 für sich entscheiden.
Schneller machte es dann wieder Heinz, in 3 Sätzen fertigte er Alfons Bruckmaier ab.
Dagegen machte es die Ulli wieder ganz spannend. Ihre ersten 2 Sätze gewann sie im Vorbeigehen ( zu 2 und zu 4 ), im dritten vergab sie 3 Matchbälle und musste sich über den verlorenen Satz ärgern. Berhnard Liebhart spielte im 4. noch stärker und gewann ihn 11:8. Der 5. Satz musste die Entscheidung bringen, keiner konnte einen Vorsprung herausspielen, fast im Gleichschritt ging es bis 8:8, dann aber konnte Ulli sich durchsetzen und den Matchball zum viel umjubelten 11:9 versenken.
Gegen unsere 2 Ersatzspieler witterten die Gegner ihr groβe Chance zur Trendwende.
Mit unserem Youngster, Tobias, glaubte nach dem ersten Satz – 5:11 verloren – Klaus Bochnig kurzen Prozess machen zu können. Aber er rechnete nicht mit dem Coach der Mannschaft. Andreas, der zwar selbst nicht spielen konnte, wollte natürlich dabei sein, um seine Mannen zu unterstützen, was ihm mit Tobias auch hervorragend gelang. Wie konzentriert er bei der Sache war, kann man schon daran sehen, dass er eigens von mir gebeten wurde, die Uhrzeit der ersten beiden Einzelsiege aufzuschreiben, damit ich den 11.000 ten Einzelsieg feststellen kann. Im Eifer des Gefechts hat er dies dann vergessen, was aber nicht tragisch war, da wir in der zweiten Mannschaft schneller spielten und den 11.000 ten Sieger ( Thomas Walter ) stellten. Andreas gab Tobi die entscheidenden Tipps und alle Achtung für Tobias, er beherzigte sie, konnte sie umsetzen, das Spiel mit 3:1 Sätzen gewinnen und somit die Führung der Mannschaft auf 5:0 ausbauen.
Die Mettenheimer wurden ruhiger, ihre Gesicht länger. Nun, das nächste Spiel sollte, wenn auch nicht mehr die Wende, so doch wenigstens eine Resultatverbesserung bringen. Hermann sollte den 1. Punkt abgeben.
Aber Hermann wäre nicht Hermann, wenn er nicht all sein Gewicht in die Waagschale werfen und um jeden Punkt kämpfen würde. Mit einer Wendigkeit, die ihm sein Gegenüber Reinhard Sonnenburg nicht zugetraut hatte, fischte er jeden Ball aus allen Ecken, blockte mit seinem Anti einen Schmetterball um den anderen und behielt im 2. Satz beim Stand von 10:10 die Nerven und das bessere Ende für sich, 12:10, damit eine 2:0 Satzführung. Dann aber keimte bei seinem Gegner Hoffnung auf, da Hermann trotz groβem Kampf den 3.Satz abgeben musste und Reinhard mit einem konditionellen Einbruch rechnete. Zwar mit hochrotem Kopf, Schweiβperlen auf dem ganzen Gesicht aber ganz konzentriert ging Hermann an den Tisch und verlieβ ihn als stolzer Sieger ( 11:8 ).
Den Schlusspunkt setzte dann wieder Heinz mit seinem 2.Einzelsieg in 3 Sätzen.
0:7 war für die Mettenheimer scheinbar ein zu groβer Schock und verschlug ihnen den Appetit, so dass sie keine Lust mehr verspürten, mit ins Vereinsheim zu gehen.
Die 5. Mannschaft kann jetzt sogar davon träumen, als Vizemeister und mit ein bisschen Glück sogar als Herbstmeister in die Winterpause zu gehen.
Diese Leistung ist gar nicht hoch genug einzuschätzen, wenn man bedenkt, dass sie ja gleichzeitig 2 weitere Mannschaften tatkräftigst ( insgesamt 13 Einsätze ) unterstützen und deshalb häufig nicht mit ihrer Bestaufstellung spielen konnten. Vorbildlich und für einige nachahmungswert ihr Trainingsfleiβ.
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